{"id":1354,"date":"2015-08-23T17:09:34","date_gmt":"2015-08-23T17:09:34","guid":{"rendered":"http:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/?page_id=1354"},"modified":"2015-09-18T00:11:04","modified_gmt":"2015-09-18T00:11:04","slug":"antonomasia-recepcion-aleman","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/antonomasia-recepcion-aleman\/","title":{"rendered":"Antonomasia. Recepci\u00f3n alem\u00e1n"},"content":{"rendered":"<p><strong>UEDING, G<\/strong>.\u00a0<em>Historisches W\u00f6rterbuch der Rhetorik.<\/em>\u00a0T\u00fcrbingen: Niemeyer, 1992-2009. 10 vols.<\/p>\n<p><strong>Antonomasia, pronominatio<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ueding, G.<\/strong> Historisches W\u00f6rterbuch: Band I, 753-758<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[p. 753] Unter Antonomasie versteht man die Verwendung eines charakteristik Appellativs, eines bezeichnenden Epithetons oder einer identifizierenden Umschreibung statt eines Eigennamens und ebenso die Umkehrung dieser Ph\u00e4nomene. Ein Appellativ bzw. eine Umschreibung durch den Namen einer Person oder Sache kann also ersetzt werden durch das, was in Geschichte oder Mythologie die Bedeutung des zu Ersetzenden in typischer bzw. hervorragender Weise realisiert. Im ersten Fall wird ein Eigenname verallgemeinert (z. B. \u201eder Dichter\u201c f\u00fcr Homer, im zweiten ein Appellativ spezifiziert (z. B. \u201eAphrodite\u201c f\u00fcr \u201eAnmut\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Die Antonomasie wird teilweise als auf Eigennamen angewandte Variante der Periphrase und der Synekdoche verstanden. Die Verwendung einer Umschreibung oder eines Appellativs anstelle eines Eigennamens, von Lausberg als \u201eeigentliche Antonomasie\u201c bezeichnet, entspricht der Synekdoche <em>genus pro specie<\/em> (Gattung f\u00fcr Einzelnes); die Ersetzung eines Appellativs durch einen Eigennamen, die sogenannte \u201eVossianische Antonomasie\u201c der Synekdoche species pro genere (Einzelnes f\u00fcr Gattung). Im rhetorischen System wird die Antonomasie zu den Tropen des Redeschmucks in Einzelw\u00f6rtern gez\u00e4hlt, bei denen Verschiebungen auf der Ebene des Begriffsinhalts stattfinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In der antiken Terminologie wird nur das als Antonomasie bezeichnet, wof\u00fcr Lausberg den Begriff \u201eeigentliche Antonomasie\u201c verwendet. W\u00e4hrend Tryphon die Antonomasie noch zu Synekdoche rechnet, behandelt Quintilian sie als eigenst\u00e4ndige Figur und weitet den Bereich der unter sie fallenden Ph\u00e4nomene auf die Ersetzung von Eigenschaften durch Patronymika und Sondereigenschaften aus. (&#8230;)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 1630 zog G. J. Vossius aus der Entsprechung zwischen der Antonomasie und der Synekdoche (<em>genus pro specie<\/em>) die Konsequenz, das \u00c4quivalent zur entgegensetzten Form der Synekdoche, d. h. die Ersetzung eines Appellativs durch einen Eigennamen, auch Antonomasie zu betiteln. Dieser Form der Antonomasie, im folgenden als \u201evossianische Antonomasie bezeichnet, r\u00e4umte U. Eco (1968: Einf\u00fchrung in die Semiotik, 1972, 274) eine domminierte Funktion im Bereich der (Plakat-)Werbung ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>UEDING, G.\u00a0Historisches W\u00f6rterbuch der Rhetorik.\u00a0T\u00fcrbingen: Niemeyer, 1992-2009. 10 vols. Antonomasia, pronominatio Ueding, G. Historisches W\u00f6rterbuch: Band I, 753-758 [p. 753] Unter Antonomasie versteht man die Verwendung eines charakteristik Appellativs, eines bezeichnenden Epithetons oder einer identifizierenden Umschreibung statt eines Eigennamens und ebenso die Umkehrung dieser Ph\u00e4nomene. Ein Appellativ bzw. eine Umschreibung durch den Namen einer Person [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1354","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1354"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1354\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1823,"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1354\/revisions\/1823"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}