{"id":847,"date":"2015-06-18T12:35:53","date_gmt":"2015-06-18T12:35:53","guid":{"rendered":"http:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/?page_id=847"},"modified":"2015-09-17T21:35:41","modified_gmt":"2015-09-17T21:35:41","slug":"allegoria-critica-literaria-aleman","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/allegoria-critica-literaria-aleman\/","title":{"rendered":"Allegor\u00eda. Cr\u00edtica literaria aleman"},"content":{"rendered":"<p><strong>BARCK, Karlheinz, FONTIUS, Martin, SCHLENSTEDT, Dieter, STEINWACHS Burkhart, WOLFZETTEL, Friedrich<\/strong> (eds.). <em>\u00c4sthetische Grundbegriffe, Historisches W\u00f6rterbuch.\u00a0<\/em>Stuttgart: J.B. Metzler; C.E. Poeschel, 2010. 7 vols. Impreso.<\/p>\n<p><strong>Bettine Menke<\/strong>, 2010,<strong>\u00a0<\/strong>Vol.1<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[p. 69] Dumarsais\u2019 Essay Des Tropes von 1730, der die von Vossius \u00fcbernommenen vier Haupttropen nach \u201arapports\u2019 unterscheidet, und da sind bei ihm (wie bei Quintilian und Vossius)der \u201arapport\u2019 der \u201a\u00c4hnlichkeit\u2019 f\u00fcr die Metapher im unterschied zu dem des \u201aKontrasts\u2019 in der Ironie und einer eigent\u00fcmlichen \u201aliason\u2019, in der Dumarsais Metonymie und Synekdoche zusammenr\u00fccken l\u00e4sst. Entscheidend ist dabei, wie Fran\u00e7oise Douay-Soublin in ihrem Kommentar unterstreicht, dass \u201aimage\u2019 bei Dumarsais an die Stelle tritt, and der bei Lamy die \u201achoses\u2019 standen. Lamys <em>Art de parler<\/em> (1675) f\u00fchrt die Allegorie gleich hinter der Metapher als deren Fortf\u00fchrung, ohne auf die Differenz von Tropen und Figuren Wert zu legen. Sein grosser Erfolg, der in Deutschland vor allem bei Gottsched zu Buche schl\u00e4gt, liegt in\/70 anthropologisch-moralischen Verallgemeinerungen, nicht der elokution\u00e4ren Ausarbeitung \u00fcber das Repertoire der Tropen hinaus. (&#8230;)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Perspektive auf die Allegorie kann nur noch eine nachtr\u00e4gliche, durch die -die \u00c4sthetik des 18. Jh. formulierende- Verwerfung der Allegorie perspektivierte, sein. Diese Nachtr\u00e4glichkeit hat Benjamin bestimmt als den einsprechenden Vorgriff der Allegorie des Barock auf das Konzept der Klassik und als deren romantischen Gegenhalt. (&#8230;)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[p. 79] Die Annahmen, das einzelne Werk sei unter dem Gesichtspunkt von Ausdruck und Gehalt aus sich selbst zu verstehen, wurde in der Perspektive der \u00c4sthetik (der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jh.) dem Wissen von mythologischen, poetischen, kunsthistorischen Zusammenh\u00e4ngen und dessen Tradierung entgegengehalten, die jedes allegorische Lesen eines Bildes voraussetzt und fortschreibt. So simuliert Goethe (\u00dcber die Gegenst\u00e4nde der bildenden Kunst, entst. 1797) eine vollst\u00e4ndige Sichtbarkeit des Dargestellten, und so sieht er die Laokoon-Gruppe als eine \u201atragische Idylle\u2019 [J. W. Goethe \u00dcber Laokoon, en Goethe, (WA), Abt. I. Bd. 47 (1896, 106]. Mit dem Traditionszusammenhang, innerhalb dessen ihr Funktionieren einmal abgesichert erschien und Dignit\u00e4t erhielt, sollte -so die \u00c4sthetik um 1800- die Allegorie, die es nur im Bezug eines Zeichens auf ein anderes, vorausgehendes Zeichen gibt, obsolet oder bloss willk\u00fcrlich geworden sein. Dies geschieht in Funktion der Autonomie der \u00e4sthetischen Werke, einer \u00e4sthetisch in der vorgestellten Gestalt erschlossenen und ein -und abgeschlossenen Totalit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[p. 82] Den Gemeinplatz gibt De Man (nach Gadamer, im Gedanken an Goethe, Schiller und Schelling) als folgenreiches Vorurteil an: \u201eAllegory appears as dryly rational and dogmatic in its reference to meaning that it does not itself constitute, whereas the symbol is founded on an intimate unity between the image that rises up before the senses and the supersensory totality that the image suggests\u201c.[De Man, The Rhetoric of Temporality, Anm. 4, 189]. Die Formel: bildliches Sein im Symbol statt Bedeuten durch die Allegorie \u201eSchema und Allegorie bedeuten, w\u00e4hrend das Symbol ist, was es bedeutet\u201c, die Allegorie bedeutet \u201ewas sie selbst nicht darstellt, w\u00e4hrend das Symbol zugleich darstellt, was es bedeutet\u201c -macht das Konstrukt der \u00c4sthetik der Goetherzeit (bzw. des Idealismus) aus. (&#8230;)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0[p. 87] Die Goethesche Entgegensetzung von Symbol und Allegorie, von Coleridge in die englische Romantik \u00fcbersetz, wird dort ausgetragen als Konfrontation con organischer Form und Mechanik. Sie wird bei Coleridge lesbar als eine sehr viel rhetorischer grundierte als vermeint. Die Abwehr der Allegorie erfolgt (bei Wordsworth) in Funktion einer Vergeistigung, Beseelung und Wiederbelebung von \u201etoter Masse\u201c, der toten Sprache und Figur, durch und als \u201evoice\u201c und \u201echaracter\u201c [Hartman, Wordsworth and Goethe, en Hartman, <em>The Fate of Reading<\/em> (Chicago\/London, 1975, 195). (Thematisch wird dies in der englischen Romantik als Absetzung von der Personifikation). Entsteht die Allegorie durch \u201edisjunction oft he sense from the symbol, so ist die allegorische Form (in dieser Entgegensetzung) \u201ean immaterial shape that represents a shee phantom, devoid of shape and substance\u201c [Herder, Anm. 225, 80], ein Gespenst\u201c. (&#8230;)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[pp. 91-92] Die romantische Allegorie ist Reflexion auf die Kunst; weniger aber best\u00e4tigt sie die \u201eKunst\u201c, die\/p. 92 \u201eUndarstellbarkeit des Absoluten mittelbar \u201aanzudeuten\u2019 verm\u00f6ge, als dass sie -wie Benjamin \u00fcber die barocke und anl\u00e4sslich dieser in Perspektive auf die romantische Allegorie formuliert hat- eine \u201egr\u00fcndliche Ahnung von der Problematik der Kunst als solcher zeigt. Denn sie beschr\u00e4nkt den Anspruch des \u00c4sthetischen, spricht dem \u00e4sthetischen Gebilde ab, Totalit\u00e4t vorstellen und in sich einschliessen zu k\u00f6nnen, und verweist es (barock) an einen diese begrenzenden \u201eBereich\u201c oder (romantisch) einen uneinholbaren Prozess.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>SCHILLER\u00a0Friedrich.<\/strong>\u00a0\u00ab\u00dcber naive und sentimentalische Dichtung\u00bb<em>.<\/em>\u00a0<em>S\u00e4mtliche Werke<\/em>. Ed. Wolfgang Riedel. M\u00fcnchen: Deutscher Taschenbuch Verlag, 2004.\u00a0Band V. \u00a0694-780. Impreso<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><strong>Schiller<\/strong>,\u00a0Friedrich. \u00abSobre poes\u00eda ingenua y poes\u00eda sentimental\u00bb<em>.\u00a0<\/em>\u00a0<em>Sobre la gracia y la dignidad. Sobre poes\u00eda ingenua y poes\u00eda sentimental y una pol\u00e9mica Kant, Schiller, Goethe y Hegel.<\/em><em>\u00a0<\/em>Trad.\u00a0de Juan Probst y Raimundo Lida. Barcelona: Icaria, 1985.\u00a067-157. Impreso.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schiller.\u00a0<\/strong>1795<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Allegoria \/ Distinctio<br \/>\n<\/strong>[p. 724] Wenn die pathetische Satire nur <em>erhabene<\/em> Seelen kleidet, so kann die spottende Satire nur einem <em>sch\u00f6nen<\/em> Herzen gelingen. Denn jene ist schon durch ihren ernsten Gegenstand vor der Frivolit\u00e4t gesichert; aber diese, die nur einen moralisch gleichg\u00fcltigen Stoff behandeln darf, w\u00fcrde unvermeidlich darein verfallen und jede poetische W\u00fcrde verlieren, wenn hier nicht die Behandlung den Inhalt veredelte und das <em>Subjekt<\/em> des Dichters nicht sein <em>Objekt<\/em> vertr\u00e4te. Aber nur dem sch\u00f6nen Herzen ist es verliehen, unabh\u00e4ngig von dem Gegenstand seines Wirkens in jeder seiner \u00c4u\u00dferungen ein vollendetes Bild von sich selbst abzupr\u00e4gen. Der erhabene Charakter kann sich nur in einzelnen Siegen \u00fcber den Widerstand der Sinne, nur in gewissen Momenten des Schwunges und einer augenblicklichen Anstrengung kundtun; in der sch\u00f6nen Seele hingegen wirkt das Ideal als Natur, also gleichf\u00f6rmig, und kann mithin auch in einem Zustand der Ruhe sich zeigen. Das tiefe Meer erscheint am erhabensten in seiner Bewegung, der klare Bach am sch\u00f6nsten in seinem ruhigen Lauf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #999999;\">[p. 98] \u00a0 \u00a0 \u00a0Si la s\u00e1tira pat\u00e9tica s\u00f3lo sienta bien a las almas sublimes, la s\u00e1tira burlesca s\u00f3lo puede lograrla un coraz\u00f3n <em>bello<\/em>. Pues la una est\u00e1 ya a salvo de la frivolidad por su asunto serio; pero la otra, que no puede tratar sino una materia moralmente indiferente, caer\u00eda sin remedio en lo fr\u00edvolo, y perder\u00eda toda dignidad po\u00e9tica, si el contenido no se ennobleciera por la forma de tratarlo, si el <em>sujeto<\/em>, el poeta, no reemplazara a su <em>objeto<\/em>. Pero s\u00f3lo al coraz\u00f3n bello le ha sido dado reproducir en cada una de sus expresiones, independientemente del objeto de su obrar, una imagen perfecta de s\u00ed mismo. El car\u00e1cter sublime no puede manifestarse m\u00e1s que en triunfos aislados sobre la resistencia de los sentidos en ciertos momentos de exaltaci\u00f3n y de instant\u00e1neo esfuerzo; mientras que en el alma bella el ideal obra como naturaleza, es decir uniformemente, y puede as\u00ed mostrarse tambi\u00e9n en estado de reposo. Cuando m\u00e1s sublime aparece el mar profundo es en su agitaci\u00f3n; el claro arroyo nunca es m\u00e1s bello que en su tranquilo fluir.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>SCHLEGEL, Friedrich.<\/strong>\u00a0\u201cKritische Fragmente\u00bb.\u00a0<em>Kritische Schriften und Fragmente (1798-18011)<\/em>. Ed.\u00a0Ernst Behler und Hans Eichner. Paderborn. M\u00fcnchen. Wien. Z\u00fcrich: Ferdinand Sch\u00f6ningh, 1988. Band 1. 239-250. Impreso.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><span style=\"color: #999999;\"><strong>Schlegel,<\/strong>\u00a0Friedrich. \u201cFragmentos cr\u00edticos\u00bb.\u00a0<em>Fragmentos, seguido de Sobre la incomprensibilidad.<\/em>\u00a0Trad. y notas de Pere Pajerols. Barcelona: Marbot, 2009. 25-55. Impreso<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[frg. 53, p. 243] In R\u00fccksicht auf die Einheit sind die meisten modernen Gedichte Allegorien (Mysterien, Moralit\u00e4ten,) oder Novellen (Avant\u00fcren, Intrigen); ein Gemisch, oder eine Verd\u00fcnnung von diesen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><span style=\"color: #999999;\">[frg. 53, p. 37] \u00a0Con respecto a su unidad, la mayor\u00eda de los poemas modernos son alegor\u00edas (misterios, moralidades) o novelas (aventuras, intrigas); a veces se trata de una mezcla de ambas cosas, otras de la dilaci\u00f3n de una de ellas.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BARCK, Karlheinz, FONTIUS, Martin, SCHLENSTEDT, Dieter, STEINWACHS Burkhart, WOLFZETTEL, Friedrich (eds.). \u00c4sthetische Grundbegriffe, Historisches W\u00f6rterbuch.\u00a0Stuttgart: J.B. Metzler; C.E. Poeschel, 2010. 7 vols. Impreso. Bettine Menke, 2010,\u00a0Vol.1 [p. 69] Dumarsais\u2019 Essay Des Tropes von 1730, der die von Vossius \u00fcbernommenen vier Haupttropen nach \u201arapports\u2019 unterscheidet, und da sind bei ihm (wie bei Quintilian und Vossius)der \u201arapport\u2019 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-847","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/847","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=847"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/847\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1774,"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/847\/revisions\/1774"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/grupos.unileon.es\/mebar\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=847"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}